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Kultur | ANDREAS FELLINGER | aus FALTER 02/03 vom 08.01.2003

Die vielen Musiken aus dem Land der aufgehenden Sonne sehen sich nicht selten mit nationalen oder gar völkischen Zuschreibungen konfrontiert. Zwei nagelneue Erzeugnisse führen derlei Unfug mit einem Hurra ad absurdum, dass es raucht. Einzige gerade noch zulässige Pauschale bleibt der Produktionsort.

Mit frischem, geradlinigem Jazz ohne Retro-Ambition erregt das Quartett der Pianistin Satoko Fujii wachsende Aufmerksamkeit. Im November gastierte es beim Welser "music unlimited"-Festival, jetzt ist die jüngste Studio-CD heraußen. Auf "Minerva" (Jazzprint/Ixthuluh) manövrieren Trompeter Natsuki Tamura, Bassist Takeharu Hyakawa und Ruins-Drummer Tatsuya Yoshida mit Fujii ein wendiges Gefährt durch die Tiefen und Untiefen strukturierten Freistils. Nicht zufällig bezieht sich Satoko Fujii, die daneben auch ein feines Trio mit Mark Dresser und Jim Black unterhält, auf die Qualitäten des Butoh-Tanzes. "Es ist beides eine Art Jazz", resümiert sie, "beides hat damit zu tun, was ich in der


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