KUNST KURZ

Kultur | NICOLE SCHEYERER | aus FALTER 02/03 vom 08.01.2003

Schon seit 1969 unternimmt der Engländer Hamish Fulton einsame lange Fußmärsche. Seine Kunst entsteht unterwegs oder nach der Rückkehr. "Ich bin ein Künstler, der wandert, kein Wanderer, der Kunst macht", schreibt Fulton über sich. Von den langen Wanderungen quer durch sämtliche Kontinente bleiben nur kurze Geschichten, die oft nicht mehr als Angaben über Dauer und zurückgelegte Strecke umfassen. In der Ausstellung "Placing One Foot in Front of the Other" in der Bawag Foundation (bis 2.2.) werden die Märsche durch Wandarbeiten repräsentiert. Im Telegrammstil, aber nicht ohne Humor, listet der Künstler Eckdaten seiner Geherlebnisse auf. "Mind Fuck Body Shit Walk Piss Land. 14 Days Walking 14 Nights Camping In The Andes Mountains Of Argentinia Early 1998", heißt es zum Beispiel in großen Lettern aus Vinyl, die auf einer bemalten Wand kleben. Die Gestaltung lässt an Werbegrafik denken, hat aber eine plastischere Wirkung als ein Poster. Im Künstlerbuch und im zweiten Raum der


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige