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Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 02/03 vom 08.01.2003

Mit Recht hat Karin Kathrein im profil auf die Parallelen in den Karrieren von Oskar Werner und Klaus Maria Brandauer hingewiesen: Beide Schauspieler sind irgendwann so groß geworden, dass sie in kein Ensemble mehr passten. Wie einst Werner ist auch Brandauer nur noch selten auf der Bühne anzutreffen; wie OW hat auch KMB keine Lust mehr, sich von anmaßenden Regisseuren etwas sagen zu lassen - weshalb er den "Hamlet" jetzt gleich selbst inszeniert hat. Daran ist seinerzeit schon Oskar Werner in Salzburg gescheitert - der Unterschied ist nur, dass Brandauer in seiner Inszenierung am Burgtheater gar nicht mitspielt. Das ist vielleicht sogar besser so; fragt sich nur, warum man dann nicht gleich einen gelernten Regisseur engagiert hat. Ein solcher hätte das kitschige Bühnenbild ebenso wenig durchgehen lassen wie die alberne Performance von Robert Meyer und Maria Happel als Königspaar; er hätte den hoch begabten Michael Maertens in der Titelrolle womöglich dazu angehalten, mehr zu zeigen

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