Hart wie Hadersdorf

Kultur | JAN TABOR | aus FALTER 02/03 vom 08.01.2003

ARCHITEKTUR. Neun Architekten sollen eine Mustersiedlung bei Wien errichten. Die Vorgaben sind grausam einfach: Es darf nur Beton verwendet werden. 

Adolf Krischanitz hat eine Obsession: das Mustergültige. Neuerdings arbeitet er am "Projekt Mustersiedlung Wien". Darunter ist eine Gruppe von zwölf Häusern zu verstehen, die "weder Einfamilienhaus noch Geschoßwohnungsbau sind, ohne jedoch eine Reihenbebauung zu sein" - also Häuser, die etwas dazwischen oder beides zusammen sind. Krischanitz nennt die kompakt aneinander gedrängte Doppelreihe von Häusern altmodisch "Villenkolonie". Die "stille Sehnsucht nach dem Einzelhaus" soll mit dem sparsamen Umgang mit der Baulandschaft vereint werden - und das auf höchstem architektonischem Niveau. Vorzeigbar und vorbildlich von allerbesten Architekten erdacht, entworfen und erbaut. Die neue Mustersiedlung in Hadersdorf bei Wien ist als temporäre Bauausstellung konzipiert: Nach deren Fertigstellung sollen die Häuser mehrere Monate lang zu besichtigen


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