"Hack eam nieda!"

Stadtleben | WOLFGANG PATERNO | aus FALTER 02/03 vom 08.01.2003

BOXSPORT. Blut, Schweiß und Beulen: Mit Esther Shouten, gemanagt von einem Wiener Boxverein, hat Österreich seit kurzem seine erste Boxweltmeisterin. Der Boxsport liegt indes, im Gegensatz zur ruhmreichen Historie, ausgeknockt am Boden. 

Der Weltmeister, eine weiße Schürze hat er sich über den etwas fülligen Bauch gebunden, steht am Herd und brutzelt die besten Cevapcici der Stadt. Fünf fette Fleischröllchen, stetig umgruppiert von Edip Sekowitsch, dem Weltmeister, liegen auf der Kochplatte. Daneben lärmt ein Spielautomat, im Fernsehen schreit sich ein Sportkommentator heiser. Ein Gast holt beim Reden nie Luft, ein anderer hält stumme Zwiesprache mit der Bouteille.

  Und doch: Die Augenblicke des vollkommenen Glücks sind hier am Wiedner Gürtel 16 versammelt, im gemütlichen, leicht muffigen Lokal namens Ring frei. Ein rühriges Museum seiner selbst hat sich Sekowitsch, 44, der bislang erste und einzige Boxweltmeister Österreichs, hier eingerichtet: Auf vielen Fotos, das Lokal


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