Hinter den Kulissen

Extra | NINA HORACZEK | aus FALTER 03/03 vom 15.01.2003

STADTPOLITIK. Die Kulturhauptstadt Graz präsentiert sich als weltoffen und urban. Gleichzeitig tobt in der Stadt ein provinzieller und bösartiger Wahlkampf auf dem Rücken von afrikanischen Asylwerbern. 

Der Ausländerbeirat spricht von einer "neuen Front gegen Menschen schwarzer Hautfarbe". Der Musiker Schiffkowitz, der mit "Fürstenfeld" in den Achtzigerjahren einen lokalpatriotischen Hit landete, fühlt beim Gedanken an seine Heimatstadt ein "Zieh'n in der Brust": "Die Afrikaner sind Freiwild geworden." Und der freiheitliche Bürgermeisterstellvertreter Peter Weinmeister nennt die Asylwerberheime der Caritas "Brutstätten des Drogenhandels".

  In der mit dem Prädikat "Stadt der Menschenrechte" ausgezeichneten Murmetropole wird am 26. Jänner der Gemeinderat neu gewählt.

  Diesmal geht es für alle Parteien um die Wurst: Die ÖVP, die bei den vergangenen Wahlen mit 23,2 Prozent nur Dritter wurde, liegt nun in Umfragen bei 42 Prozent. Sie könnte nach jahrzehntelanger SP-Dominanz


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