Mit Verlust ist zu rechnen

Kultur | STEPHAN TEMPL | aus FALTER 03/03 vom 15.01.2003

KUNSTRAUB. Die Restitution der von den Nazis geraubten Gemälden verläuft nach wie vor zäh. Während die Linzer Neue Galerie einen wertvollen Schiele freiwillig zurückerstattete, zeigen sich Österreichische Galerie und Sammlung Leopold weniger kooperativ. Das Urteil eines US-Gerichts könnte die Sache nun beschleunigen. 

Eigentlich war es Ministerin Elisabeth Gehrer selbst, die im Rückstellungsstreit um sechs erstklassige Klimt-Bilder den geschädigten Erben nach Ferdinand Bloch-Bauer "den Klagsweg" empfohlen hatte. Diese folgten der Empfehlung und bekamen nun Mitte Dezember vergangenen Jahres von einem kalifornischen Berufungsgericht ein zweites Mal einstimmig Recht: Sie dürfen die Republik Österreich in den USA auf Herausgabe der 1938 "arisierten" Gemälde klagen.

  Dieses Urteil könnte weitreichende Folgen haben: Viele in den Vereinigten Staaten lebende Geschädigte könnten nun denselben Pfad beschreiten und weltweit Museen zur Herausgabe von Raubkunst zwingen. Im Bildungsministerium


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