Bad Boys, Mean Girls

Kultur | MICHAEL LOEBENSTEIN | aus FALTER 03/03 vom 15.01.2003

FILM. Halbstarke Männer und verkommene Frauen gehörten zum Inventar des österreichischen Regisseurs Georg Tressler, dessen "Jugendfilme" nun im Rahmen einer Werkschau zu sehen sind. 

Wer ist Georg Tressler? Ein Filmemacher, dessen Marshallplan-Propagandafilme der frühen Fünfzigerjahre ein vergessenes Kapitel eines politisch "korrekten" österreichischen Filmschaffens darstellen (als welcher er im Rahmen der "Diagonale" vor drei Jahren etwas ungeschickt präsentiert wurde)? Oder gar der "österreichische Elia Kazan", wie es - durchaus ironisch - in der neuesten Publikation des Filmarchivs Austria heißt? Wie man es dreht und wendet: Der 1917 in Wien geborene und heute in Deutschland lebende Tressler bleibt eine Randerscheinung der (österreichischen) Kinogeschichte. Was nicht bedeutet, dass die Auseinandersetzung mit seinem Schaffen für die Leinwand (und später für die Mattscheibe) nicht der Mühe lohnte - sind es doch nicht selten die Arbeiten der Routiniers und "Handwerker", die


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