VOR 20 JAHREN IM FALTER

Vorwort | aus FALTER 04/03 vom 22.01.2003

... berichtete Toni S. von einem Polizeieinsatz im autonomen Kulturzentrum Gassergasse.

Die Meinungen sind geteilt. Der Viereinhalb-Stunden-Einsatz der Polizei gegen das Kultur- und Kommunikationszentrum Gassergasse wird vonseiten der Exekutive als gelungen und korrekt, vonseiten der GaGa-Leute als unnötig und skandalös bezeichnet. Den Betroffenen ist eines gemeinsam: Alle sind fassungslos.

  Vizebürgermeisterin Fröhlich-Sandner ist fassungslos, dass sie über die Hausdurchsuchung des Kultur- und Kommunikationszentrums Gassergasse erst durch "GaGa-Leute" informiert wurde.

  Magister Pretzner vom Wiener Sicherheitsbüro ist fassungslos über die Vorwürfe, die nach dem Einsatz gegen seine Beamten erhoben werden. Das Gefühl der Geborgenheit, das vielen in diesem Haus erstmals vermittelt wurde, war sicher der Hauptgrund für die Unterstützung der Gemeinde. Welches Interesse hat die Polizei, eine derartige Einrichtung, die ihr letztlich viel Arbeit erspart, funktionslos zu machen? Die Fraktion "Hart durchgreifen" scheint nach einigen Erfolgen in der Suchtgiftbekämpfung im Aufwind zu sein, und die Aktion in der Gassergasse sollte offensichtlich der Profilierung dieser Fraktion dienen. Ein Schlag ins Wasser.


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