Krone ohne?


ARMIN THURNHER
Vorwort | aus FALTER 04/03 vom 22.01.2003

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT. Eine "Krone" ohne Dichand - darf das sein? Anmerkungen zur Ironie eines medialen Erbfolgekriegs. 

Ein gütiges Gesicht blickt uns aus den Magazinen entgegen. Weißes Haar, Ringe unter den Augen, den Mund zu einem selbstgewissen Lächeln verzogen, und doch im Gesicht einen fragenden Ausdruck, als gälte es, ein leichtes Staunen über die Welt zum Ausdruck zu bringen und darüber, dass sie meist genau das tut, was Hans Dichand, der Mann zu diesem Gesicht, will. Oder dass sie es ausnahmsweise einmal nicht tut. Wie zum Beispiel die belgische Filmemacherin Nathalie Borgers, die für Arte eine Dokumentation über seine Zeitung anfertigte. Da staunte er, dass die einen kritischen Film über die Krone machte. Dabei hatte er ihr sein Haus geöffnet und ihr alle Wege geebnet.

  Erst war er nur enttäuscht und sagte, er habe schon Schlimmeres überlebt. Heute nennt er den Film einen "miesen Hetzfilm gegen uns", den der Bundeskanzler persönlich absichtsvoll finanziert

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