Lula heißt die Hoffnung

Vorwort | RAIMUND LÖW | aus FALTER 04/03 vom 22.01.2003

AUSLAND. Der brasilianische Präsident, einst linker Arbeiterführer, hat für seine Reformen momentan gute Karten. 

Wenn man den außenpolitischen Vordenkern der Regierung Bush folgt, dann geht es der Administration bei ihrem Kriegskurs gegen den Irak weniger um Massenvernichtungsmittel oder gar Öl, wie die Kritiker behaupten, als um den Beginn einer Revolution von oben für die ganze arabische Welt. Eine friedliche Revolution von unten mit potenziell ebenfalls weitreichenden Folgen erlebt das größte Land Lateinamerikas dieser Tage mit der Präsidentschaft Luiz Inacio "Lula" da Silvas in Brasilien.

  Tatsächlich hat der Kontinent so etwas bisher noch nie erlebt. Da gelangt der legendäre Gewerkschaftsführer und wortgewaltige Sprecher der radikalen Linken Brasiliens an das Präsidentenamt. Aber erstmals seit Jahren steigt der Kurs der Landeswährung Real wieder. Jahrzehnte lang war der Mann, der seine Kindheit als Schuhputzer auf der Straße verbracht hat, das Schreckgespenst der


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