Die Hungerleider

Politik | EVA WEISSENBERGER | aus FALTER 04/03 vom 22.01.2003

ZIVILDIENST. Wer Pech hat, wird nicht richtig satt: Nun hat ein Zivi das Innenministerium angezeigt. 

Der Wirtschaftsinformatiker programmiert eine Datenbank, hilft Beamten, wenn der Computer wieder einmal streikt, und hält einschlägige Einführungskurse für Kollegen ab. Das bisserl Denken und Tippen ist körperlich ja wirklich nicht besonders anstrengend, dachte sich sein Arbeitgeber, also wird der 29-Jährige schon mit zwei Extrawurstsemmeln, einem Apfel und einem Schokoriegel am Tag auskommen. Am Abend gibts dann eh Dosengulasch. Und ein Packerl Ernte geht sich mit fast sechs Euro obendrein aus.

  Babatope Aloba ist Zivildiener und hackelt direkt in der Zentrale, im Innenministerium. Dafür bekommt er wie jeder Zivi 176 Euro im Monat, einen Großteil seiner Miete und knapp zwölf Euro Zuschuss zu den Betriebskosten. Innenminister Ernst Strasser hält zusätzliche sechs Euro Essensgeld pro Tag für angemessen. Denn seit Strassers Zivildienstnovelle ist nicht mehr vorgeschrieben,

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