Sein letztes Gefecht?

GERALD JOHN, EVA WEISSENSBERGER und NiNA WEISSENSTEINER | Medien | aus FALTER 04/03 vom 22.01.2003

KRONEN ZEITUNG I. Seine deutschen Partner wollen Hans Dichand das Lebenswerk entreißen. Über vier Jahrzehnte lang hat der mächtige "Krone"-Chef das Land mitregiert. Wird Österreich jetzt frei?

Ausgerechnet sein letzter Wunsch geht möglicherweise nicht in Erfüllung. Ihm wäre es am liebsten, erzählt Hans Dichand, der mächtige Chefredakteur, dieser Tage immer wieder in Interviews, wenn er so lange arbeiten dürfe, bis er eines Tages neben seinem Schreibtisch tot umfalle.

  Ausgerechnet sein deutscher Miteigentümer, die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ), die mittlerweile 50 Prozent an der Kronen Zeitung hält, könnte nun die Erfüllung des letzten Willens des greisen Herausgebers vereiteln. In einem "ZiB 2"-Interview beschwor WAZ-Geschäftsführer Erich Schumann Montagabend ganz unverhohlen die "Endlichkeit" des 82jährigen Dichand. Die Zeitung werde "schlecht geführt", gehöre "zu den schlechtest verdienenden Blättern des Konzerns", schimpfte Schumann - und forderte den

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