INFORMATIONSKUNST: Klapptisch statt Ölgemälde

Kultur | aus FALTER 04/03 vom 22.01.2003

Vitrinen mit aufgeschlagenen Büchern und Zeitungsausschnitten. Klapptische mit Büroordner. Eine Reihe von Monitoren, auf denen Interviews laufen. Theoriegespickte englische Infotexte. Zentnerschweres technisches Equipment. Die Rede ist weder von einem Bibliotheksfoyer noch von einer alternativen Reisemesse. Vielmehr handelt es sich um Details von drei Ausstellungen, die derzeit in Wien zu sehen sind. Die Ausstellung "Geografie und die Politik der Mobilität" in der Generali Foundation (siehe oben) beschäftigt sich mit dem Elend globaler Migrationsströme; die Schau "re: Leviathan" im quartier21 breitet die Materialien zur Lektüre diverser Staatstheorien aus; und im Künstlerhaus wird unter dem Titel "site-seeing. disneyfizierung der städte" auf die Folgen urbaner Kommerzialisierung aufmerksam gemacht.

  Alle drei Beispiele stehen für einen bestimmten Typus von Ausstellung, dem es um die Aufbereitung von Themen wie Globalisierung, Gentechnik, Urbanismus, Feminismus oder Popularkultur


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