Schluss mit lustig

Stadtleben | CHRISTOPHER WURMDOBLER | aus FALTER 04/03 vom 22.01.2003

SCHNÄPPCHEN. Der Winterschlussverkauf ist im vollen Gange - mitten im Winter.

Minus siebzig Prozent. Mal wieder. Wer sich vor wenigen Wochen mit Winterpullis, Daunenjacken und Thermohosen eindeckte, oder in eine neue Skiausrüstung investierte, ist selber schuld. Schnäppchenjäger warten nämlich, bis die Preise fallen. Wobei gerade der Sportartikelhandel die Warterei aufs Preisepurzeln stark zu spüren bekam. Doch jetzt wird die Wirtschaft angekurbelt - mit Preisen, die weit unter den ursprünglichen liegen. Geschäfte, Einkaufsstraßen und -center sind voll, und vor allem die großen Ketten zeigen, was preismäßig so alles möglich ist - und wie groß eigentlich die Gewinnspannen der Händler so sind: Die, äh, "trendigen" Outfits, die die "Starmania"-Kandidaten freitags im Fernsehen tragen, gibts bei Hasi & Mausi jetzt schon für wenige Euro. Im Bereich Mode kostet vieles nur noch die Hälfte des ursprünglichen Preises, manches wird sogar um noch weniger angeboten. Gerade in höherpreisigen Modegeschäften kann sich das dann wirklich lohnen. Designerschnäppchen finden sich beispielsweise in den GIL-Fashionareas (z.B. im UG des Kaufhauses Steffl), wobei sich Fashionvictims angesichts schwindender Vorräte langsam beeilen sollten. Bei Peek & Cloppenburg hingegen kommt das Ausverkaufen erst langsam in Schwung. Bislang wurde im Modegroßkaufhaus nur sehr zögerlich reduziert. Ganz im Gegensatz zum Diesel-Flaggschiff-Geschäft (6., Mariahilfer Str. 89): fünfzig Prozent auf alle Wintersachen unter dem Slogan "We hate sales". Wir nicht.

Wer weder Schlussverkäufe, noch Wintersport hasst, sollte sich jetzt mit neuen Ski und Zubehör ausrüsten. Die großen Sportartikelketten, aber auch kleinere Händler haben ziemlich reduziert.

Übrigens: In Deutschland wird gerade überlegt, Schlussverkäufe ganzjährig zuzulassen. Wieso eigentlich nicht? q


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