Kleinformat Österreich


ARMIN THURNHER
Vorwort | aus FALTER 05/03 vom 29.01.2003

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT. "Kronen Zeitung": Erbfolge geregelt, WAZ besiegt. Ist Österreich nun endlich wieder frei? 

Die Angst, Macht und Einfluss zu verlieren, scheint zu enthemmen. So viel wie in den letzten Tagen hat Hans Dichand öffentlich schon lange nicht mehr geredet. Nun ist die Sache ausgestanden, alles bleibt beim Alten, und Hermann Maier ist auch wieder da. Sohn Christoph Dichand wird wunschgemäß als Chefredakteur der Kronen Zeitung installiert. Hans Dichand selbst bleibt Herausgeber und Hauptgeschäftsführer, hat also weiterhin das Sagen in der Redaktion und streift weiterhin den schlanken Vorweggewinn von zehn Millionen Euro im Jahr ein. Dem Sohn zur Seite steht fortan ein "geschäftsführender Chefredakteur", der bisherige stellvertretende Chefredakteur und Sportchef Michael Kuhn (65), ein Nachwuchstalent.

  Im Kronen Zeitungs-Dokumentarfilm von Nathalie Borgers zählt Dichand die Sportseiten der Krone und erklärt dann verdutzt, jedes Mal, wenn er nicht aufpasse, würden

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