GRAZER GEMEINDERATSWAHL: Grazer, hört die Signale!

Politik | NINA HORACZEK | aus FALTER 05/03 vom 29.01.2003

Wir haben vorher existiert, wir werden auch danach existieren", sagte Ernst Kaltenegger noch kurz vor der Grazer Wahl. Überhaupt sei die KP nicht die klassische Regierungspartei und der Stadtratposten, den der Kommunist 1998 ganz knapp bekam, sei nur eine Laune der Wahlarithmetik gewesen. Und weil er vom Regieren nicht viel hält, stellte Kaltenegger als frisch gebackener Stadtrat gleich einen Antrag auf Reduktion der Stadträte - womit er sich selbst wegrationalisiert hätte. Weil die anderen Parteien dies ablehnten, musste der 53-Jährige den Job anzunehmen.

  Künftig stellt die KPÖ sogar zwei Stadträte. Am Sonntag erreichte sie mit 20,9 Prozent völlig unerwartet ein absolutes Rekordergebnis. Und bringt dadurch die erfolgsverwöhnte ÖVP in Bedrängnis. Deren smarter Spitzenkandidat, der 39-jährige Unternehmer Siegfried Nagl, konnte zwar das Wahlergebnis um fast 13 Prozent auf 35,98 steigern und die SPÖ, die von über 30 auf 25,7 Prozent abgesackt ist, klar schlagen. Dass der


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