"Nicht überschießend"

Politik | FLORIAN KLENK | aus FALTER 05/03 vom 29.01.2003

POLIZEI. Neues im Fall Imre B.: Es ist "in keiner Weise rechtswidrig", wenn ein "taumelnder Polizist" einen Menschen von hinten erschießt. 

Ein Polizist erschießt bei einer Razzia einen unbewaffneten Mann in seinem Wagen. Von hinten und "aus Versehen". Weil der Polizist in der einen Hand einen "Greifreflex" verspürte, als die andere Hand die Autotüre des Wagens packte. Dabei löste sich ein Schuss. Der Fall des erschossenen Österreichers Imre B. sorgte für Aufsehen. Die Polizei vernachlässigte Spuren und ließ den Wagen samt Schmauchspuren im Regen stehen (der Falter berichtete). Der Todesschütze vernahm gleich selbst den einzigen Zeugen seiner Tat für ein anderes Verfahren. Ein Prozess wurde erst nach Weisung des Justizministeriums abgehalten. Eine Strafrichterin sprach den Beamten schließlich frei, da er "nicht fahrlässig" gehandelt habe.

  Nun betraten die Kinder des Toten, vertreten durch den Wiener Rechtsanwalt Thomas Prader, einen anderen Weg, um Gerechtigkeit zu bekommen.


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