Mediensplitter

Medien | aus FALTER 05/03 vom 29.01.2003

Wütende Würmer Der laut Internetexperten "größte weltweite Virenausbruch" hatte am vergangenen Samstag den weltweiten Internetverkehr schwer beeinträchtigt. In Südkorea wurde sogar der Börsenhandel durch den Virus behindert. Der Wurm mit dem Namen "W32/SQLSlam-A" hatte sich in kürzester Zeit verbreitet. Zuerst ist er in Hongkong aufgetaucht, wo das staatliche Computer Emergency Response Team die Suche nach dem Urheber aufgenommen hatte - allerdings ohne allzu große Hoffnung auf einen schnellen Erfolg: "Die Herkunft des Wurms herauszufinden ist genauso schwer, wie zu bestimmen, welcher Teil eines Flusses auf welchen Tropfen aus der Quelle zurückzuführen ist", beschreibt ein Mitglied des Teams die mühsame Suche. Der Wurm, so vermutet die ORF-Futurezone, nutzte eine Sicherheitslücke in der Microsoft-Datenbanksoftware "SQL Server", die seit Juli 2002 bekannt war. Viele Systemadministratoren hatten auf ein Update verzichtet und waren dem Angreifer schutzlos ausgeliefert.

Unbedeutendes Internet Das Internet ist für den Bertelsmann-Konzern nach den Worten von Unternehmenschef Gunter Thielen nur noch als Vertriebsweg wichtig. "Als eigenes Geschäft hat das Internet bei uns keine Bedeutung", sagte Thielen dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel. Bertelsmann hatte sich zuletzt zielstrebig aus bisherigen Onlineinvestitionen zurückgezogen. Aufgegeben wurden der Internetbuchhändler BOL, ein Einstieg bei der Musiktauschbörse Napster sowie die Beteiligung am CD-Händler CD Now.

DIE PRINTPROFIS Der Verein "Zeitung in der Schule" hat ein Brettspiel herausgegeben: Die Journalisten "Thomas Durchblick", "Wolf Kritiker" oder "Claire Cool" arbeiten sich vom freien Mitarbeiter bei einer Zeitung zum Chefredakteur hinauf: Redaktionskonferenzen abhalten, Schlagzeilen machen, Archivrecherche, Interviews führen, Fragen beantworten. Fast wie im richtigen Journalistenleben. Die Deadline bestimmt eine Sanduhr.


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