Kommentar: Die Furie des Bewahrens

Kultur | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 05/03 vom 29.01.2003

Am 14. März, also in etwa sechs Wochen, wird nach knapp zehn Jahren die Albertina wieder eröffnet. Das ist gewiss ein bedeutendes Datum in diesem Kulturjahr, dennoch scheint die vorauseilende Berichterstattung, mit der der Mega-Event bereits jetzt bedacht wird, einen Hauch übertrieben.

Der Kurier wird dem Ereignis mit einem Porträt des Albertina-Direktors Klaus Albrecht Schröder gerecht, das an hagiografischem Überschwang seinesgleichen sucht und hoffentlich den Beginn einer wunderbaren Freundschaft - seis zwischen Kurier und Albertina, seis zwischen Interviewtem und Interviewerin - darstellt (siehe "Welt im Zitat" auf dieser Seite). Im profil hingegen erfährt man nicht nur Wissenswertes über Schröders Liebe zu Do & Co sowie seinem Windhund Merlin, sondern auch etwas über die hochfliegenden Ambitionen des ehrgeizigen Direktors: "Ich will die Albertina zu einem Weltmuseum machen", verrät dieser dort.

Das heißt die Latte wahrlich hoch hängen. Aus der schmuftigen, vergammelten Grafiksammlung


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