WELT IM ZITAT

Kultur | aus FALTER 05/03 vom 29.01.2003

Being Klaus Albrecht Schröder

Klaus Albrecht Schröder ist eitel. Sagt man. Genauso gut könnte man sagen: Klaus Albrecht Schröder ist ein Mann.

Der Kurier berichtet Wissenswertes über den Albertina-Direktor.

Eitel. Wer ist das nicht? Im weltweiten Schnitt weist der Albertina-Direktor sicher keine erhöhten Eitelkeitswerte auf. Seine hervorstechende Charaktereigenschaft ist eine andere. Er ist selbstbewusst.

Vermeldet die global vernetzte Eitelkeitsmessstelle des Kurier.

Selbstbewusst. Wer ist das schon? Eben. Wenn ein selbstbewusster Mensch kraft seiner Person einen Raum füllt, fühlen sich manche an die Wand gedrängt. Die sagen dann: Er ist gefährlich.

Bitte, bitte, Birgit Braunrath, sagen Sie uns: Ist Klaus Albrecht Schröder wirklich gefährlich?

Die einzige Gefahr, die von Klaus Albrecht Schröder ausgeht, ist die Ansteckungsgefahr. Denn er ist überzeugend.

Puh, noch mal Glück gehabt. Mit welcher Überzeugung kann man sich denn anstecken?

Wenn er erzählt, wie er seinen Hund Merlin morgens um drei zum Gassi-Geh'n vier Stockwerke runter- und wieder raufträgt, weil es so schön ist, "ihn zu fühlen, ihn am Herzen zu haben", ertappt man sich dabei, wie man die Anschaffung eines Hundes in Erwägung zieht.

Was für einer ist der Merlin denn?

Der Merlin ist ein Whippett. Der Whippett ist ein Windhund. Der Schröder ist kein Windhund.

Sicher nicht. Wenns im Kurier steht!

Monolithische Schichttorte

Die Chinesin Clara Law, eine begabte Filmnistin, wälzt monumentale Gefühlsmonolithen auf- und gegeneinander, antike Tragödie und Zeitgeistpsychologie, Grafik-Art und rückverblendete Vergangenheitsbewältigung überschichten sich.

Kurier-Filmkritiker Rudolf John über "The Goddess of 1967".


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