Auf Umwegen heim

Kultur | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 05/03 vom 29.01.2003

FILM. In "Catch Me If You Can" inszeniert Steven Spielberg die Biografie eines juvenilen Scheckbetrügers als Familiendrama. 

Schmale Gürtel mit seltsamen Schließen, seltsame Hüte mit schmalen Krempen; Buchstaben, deren Über- und Unterlängen zu wachsen beginnen und das Gerüst für eine Choreographie schaffen, die mit fließender Eleganz und Sixties-Stylishness durch Vertikale und Horizontale tanzt. Das Plakat und der (vom französischen Animation-Duo Kuntzel + Deygas inszenierte) Trailer zu "Catch Me If You Can" suggerieren ein Period-Picture mit offensiv zur Schau gestellter Retro-Coolness. Aber nachdem diese Verfilmung einer "wahren Story" nicht von, sagen wir, Steven Soderbergh, sondern von Steven Spielberg stammt, geht es weniger um die slicke Inszenierung von Schauwerten und Oberflächen, als um das, was dahinter steckt.

  So selbstsicher sie auch vom Plakat blicken: Der zu Beginn seiner kriminellen Karriere noch minderjährige Frank Abagnale (Leonardo DiCaprio) und sein Gegenspieler,


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