Schubert statt Kraftwerk

Kultur | SEBASTIAN FASTHUBER | aus FALTER 05/03 vom 29.01.2003

MUSIK. Schon lange gilt die in New York lebende Wienerin Susanne Brokesch als Elektronik-Geheimtipp. Mit ihrer brillanten neuen CD sollte sich das ändern. 

Wenn im kurzlebigen Geschäft der elektronischen Musik, in dem, wie generell im Pop, die Haltbarkeit einzelner Produkte bestenfalls quartalsmäßig zu veranschlagen ist, ein Album sechs Jahre nach Veröffentlichung immer noch als heißer Tipp gehandelt wird - dann muss es sich dabei wohl um einen modernen Elektronik-Klassiker handeln. "Sharing the Sunhat" von der heute dreißigjährigen Susanne Brokesch ist einer dieser seltenen Fälle.

  1997 auf dem Münchener Techno-Label Disko B erschienen, hatte das Album wenig mit den tanzbaren Werken der Kollegenschaft zu tun. Entweder ganz beatlos oder aber faszinierend seltsam rhythmisiert klingen diese schwebenden Tracks, die weder "Chill out"- noch "Heavy Listening"-Konventionen folgen wollen. Die Fachpresse von Wire bis Spex hievte die Platte in ihre Jahresbestenlisten, aber auch die Süddeutsche


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