KUNST KURZ

NICOLE SCHEYERER | Kultur | aus FALTER 05/03 vom 29.01.2003

Eine Ausstellung über außerinstitutionelle künstlerische Aktivitäten in Wien und New York: So eine Ankündigung macht neugierig - schließlich wird Wien immer dafür getadelt, über zu wenige alternative Kunsträume zu verfügen, während New York eine lange Geschichte von so genannten "artist run spaces" und Non-Profit-Galerien aufzuweisen hat. Die von der Kuratorin Sara Reisman konzipierte und vom Europäischen Institut für Progressive Kulturpolitik (eipcp) geförderte Schau "Inscribing the Temporal" in der Kunsthalle Exnergasse geht der Frage nach, ob und wie temporäre Kunstprojekte in den Ausstellungsraum "eingeschrieben" werden können. Die gezeigten New Yorker Initiativen scheinen darauf aber überhaupt keine Lust zu haben. So begnügt sich etwa der Kunstraum 16 Beaver Group aus Lower Manhattan damit, eine Menge Kunstkitsch und ein paar Videokassetten lieblos am Boden zu verteilen. Wie viele Leute sich dort engagieren, wie die Finanzierung und programmatische Ausrichtung dieses

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