Äh, weg

Stadtleben | CHRISTOPHER WURMDOBLER | aus FALTER 05/03 vom 29.01.2003

SELF-STORAGE. Wer in seiner Wohnung keinen Platz mehr hat, kann sich welchen mieten.

Es soll ja Menschen geben, die nichts wegwerfen können. Denen ist ohnehin kaum zu helfen, wenn sie sich in den eigenen vier Wänden nicht mehr frei bewegen können. Andere hingegen schaffen sich ab und zu Freiraum. Durch einfaches Ausmisten. Und Wegwerfen. Oder Zwischenlagern im Keller oder am Dachboden. Wer weder das eine noch das andere hat, kann seinen Kram auch übergangsweise in ein Extralager bringen. Die Amerikaner, traditionell gerne auf Achse, haben dafür Selfstorages am Stadtrand. Seit einiger Zeit gibt es das amerikanische Lagersystem auch hierzulande. An mittlerweile drei Standorten in Wien bietet das Unternehmen SelfStorage Lagerräume an - die auch gern genutzt werden.

Insgesamt verfügt SelfStorage hier über 2400 Speicherplätze auf 18.000 Quadratmetern Fläche. Dabei können nicht nur Räume für Möbel, Autos, Motorräder oder Hunderte Umzugskisten angemietet werden, bereits auf einem Quadratmeter lassen sich eine Menge Dinge verstauen. Sogar klimatisierte Lager für teure Weine gibt es.

Je nach Bedarf können die Lagerräume direkt wie Garagen mit dem Auto angefahren werden. Für den Transport in andere Lagerräume gibt es Rodeln und Wagerl. Die meisten Kunden schätzen, dass Lagerräume kurzfristig angemietet werden können. Und dass man sein Zeug täglich zwischen 6 und 22 Uhr besuchen kann. Selbst wer schlau schlichtet, zahlt für zwei Kofferraumladungen voll Kartons 32 Euro monatlich. Aber viele storen kurzfristig auch ganze Einrichtungen. Zum Beispiel bei Umzügen, wenn die neue Wohnung noch nicht fertig ist oder gerade renoviert wird. Wer allerdings plant, längerfristig zu lagern: Wegwerfen ist sicher günstiger, als bei SelfStorage zu hamstern.

SelfStorage, 17., Wattg. 40-44; 23., Breitenfurterstr. 247a; 2103 Langenzersdorf, Hochaustr. 33a, www.selfstorage.at


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