Presseschau

Medien | Eva Weissenberger | aus FALTER 06/03 vom 05.02.2003

"Frühling, Sommer, Herbst und Winter, immer wachsen alle Kinder." Die Blattlinie vom Format, die in der letzten Ausgabe turnusmäßig veröffentlicht wurde, klingt verdammt nach diesem modernen, deutschen Kinderlied. Denn das Nachrichtenmagazin widmet sich neben Politik und Wirtschaft "Frühling, Sommer, Herbst, Winter, Neujahr, Fasching, Ostern, Ferien". Weitere wichtige Themen: "Kosmetik, Mode, Diäten, Erotik, Rezepte, Lebenshilfe, Astrologie, Ayurveda, Homöopathie, Feng-Shui, Massagen, Sex". Was bleibt da eigentlich noch für Woman übrig? Das Format-Kulturressort verspricht "Analysen, Porträts und Interviews (...) über Persönlichkeiten wie Arnold Schwarzenegger, Harry Potter, Herr der Ringe, James Bond". Nicht zu vergessen das Augenmerk auf "Phänomene des alltäglichen Lebens wie Geburten, Hochzeiten, Ehedramen, Scheidungen, Skandale, Entführungen, Erpressungen". Einzig mögliche Erklärung für diesen Blödsinn: Laut ORF-Gesetz dürfen Printmedien im Fernsehen nur mehr mit ihrer Blattlinie, nicht aber mit aktuellen Storys werben. Also schreiben die Fellners in die Blattlinie halt gleich alles von Assinger bis Zilk rein.


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