DER GRÜNE EIERTANZ: Schwanken & Schweigen

Politik | aus FALTER 06/03 vom 05.02.2003

Der 24. November 2002, 20.00 Uhr, das Wahlergebnis steht fest. Die Grünen haben leicht dazugewonnen, sind aber weit unter ihrem Wahlziel geblieben: nur knapp zehn Prozent. Nun haben sie zwei Möglichkeiten: Regierungsverhandlungen mit dem Sieger ÖVP oder Gang in die Opposition. Sie entscheiden sich für die bequemere Variante. Vorerst.

  Keine 48 Stunden nach dem Wahlabend zementiert sich der Parteivorstand ein. Die Grünen würden "sicher nicht wie ein Opferlamm zur Schlachtbank schreiten", sagt Van der Bellen: Die Partei werde definitiv keine offiziellen Koalitionsverhandlungen führen.

  Der Beschluss hält gerade einmal eine Woche. Schwarz-Grün-Fans bombardieren die Ökos mit aufmunternden SMS-Botschaften, enttäuschte Wähler formieren sich im Internet, sämtliche Kommentatoren des Landes - von Standard bis Presse - mahnen die "Verantwortung der Grünen" ein. Fünf Tage nach der Wahl schert der erste Öko-Promi aus dem offiziellen Kurs aus: Wiens Obergrüner Christoph Chorherr.


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