Heimkehr mit Homecare

Politik | NINA HORACZEK | aus FALTER 06/03 vom 05.02.2003

FLÜCHTLINGE. Mit verlockenden Vergünstigungen und erstaunlichem finanziellem Aufwand versucht das Innenministerium Flüchtlinge zur Rückkehr zu bewegen. Der Erfolg ist bescheiden. 

Zuerst kamen die Bagger. Arbeiter gruben Fundamente aus, gruben einen eigenen Kanal, verlegten Stromleitungen und bauten ein neues Stahltor am Zaun des Flüchtlingslagers Traiskirchen ein. Dann kamen die Container. 38 Stück. Dazu wurden zwei Sanitärcontainer aufgestellt. Zum Schluss zogen die Bauarbeiter noch einen Bauzaun um die Containerstadt. Hier war die Firma "European Homecare" untergebracht. Sie sollte Flüchtlinge zur freiwilligen Rückkehr bewegen.

  Drei Monate vergingen. Jetzt sind die Bagger schon wieder da. Und reißen die Container wieder ab. Ein Schildbürgerstreich? "Das war doch von Anfang an nur als dreimonatiger Probebetrieb geplant", rechtfertigt der Sprecher von Innenminister Strasser die kurze Lebenszeit der Containerstadt im Flüchtlingslager Traiskirchen.

  Vergangenen Oktober


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