WIENZEUG

Politik | aus FALTER 06/03 vom 05.02.2003

Fall Öztoplu: "Wir bedauern" Vergangene Woche befasste sich der Menschenrechtsbeirat erstmals offiziell mit den Menschenrechtsverletzungen im Fall Öztoplu. Eine ausdrückliche Verurteilung der Causa wurde nicht ausgesprochen. Der Beirat drückte lediglich sein "Bedauern" aus und empfahl dem Innenminister, eine "erhöhte Aufmerksamkeit auf eine professionelle, am Grundsatz der Wahrung der Menschenwürde orientierte Vorgangsweise bei der Behandlung von festgenommenen Personen zu richten". Der türkische Integrationsexperte Bülent Öztoplu, der für den Menschenrechtsbeirat Wachzimmer kontrollieren durfte, wurde im September 2001 unter falschen Anschuldigungen von Polizeibeamten wegen Mordversuches verhaftet. Bei der Festnahme, so stellte der Unabhängige Verwaltungssenat fest, wurde Öztoplu "erniedrigend behandelt". Er ist von Polizisten als "Drecksack vom Menschenrechtsbeirat" beschimpft worden, musste sich am Kommissariat nackt ausziehen und einer "Analvisitation" unterziehen. In den


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige