Die Sprache der Arbeit

Kultur | MICHAEL LOEBENSTEIN und MAYA McKECHNEAY | aus FALTER 06/03 vom 05.02.2003

FILM. Mit "Le fils" haben die belgischen Brüder Jean-Pierre und Luc Dardenne ihren bisher dichtesten Film gemacht. Der "Falter" sprach mit Luc Dardenne über die Arbeit am Film und einen Film über Arbeit. 

Le fils" ("Der Sohn") ist nach "La Promesse" (1996) und dem umstrittenen Cannes-Sieger "Rosetta" (1999) der dritte Spielfilm der belgischen Filmemacher Jean-Pierre und Luc Dardenne. Das realistische Körperkino der ehemaligen Dokumentarfilmer ist hier auf ein atemberaubend konzentriertes Minimum reduziert: Der Film erzählt die Geschichte der langsamen Annäherung zwischen Olivier (gespielt von Olivier Gourmet, einem Fixstern im Dardenne-Universum), einem Instruktor in der Tischlerei eines Rehabilitationszentrums für Jugendliche, und dem Teenager Francis (Morgan Marinne), einem strafentlassenen Mörder, der sich unwissentlich in die Obhut jenes Mannes begibt, dessen Kind er vor fünf Jahren im Affekt erwürgt hat.

  "Le fils" ist von einer Schlichtheit und Offenheit, von der sich


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