Spaghetti con carne

Kultur | GERHARD STÖGER | aus FALTER 06/03 vom 05.02.2003

MUSIK. Calexico-Sänger Joey Burns sprach mit dem "Falter" über das Leiden an George Bush, das Leben an der Grenze zwischen USA und Mexiko - und das neue Album "Feast of Wire". 

Joey Burns benötigt keine drei Sekunden, um die aus Calexicos Musik abgeleiteten Projektionen des Interviewers zu zerstören. Seine allzu überschwänglich vorgetragene Begrüßung ("Hi, how are you? Thanks for coming!") stellt klar, dass Burns ganz sicher kein einsamer Cowboy ohne Pferd ist, der sein Leben im hintersten Eck einer Wüstenbar zubringt, um unerfüllten Träumen nachzuhängen.

  Die Diskrepanz zwischen der melancholischen Grundstimmung der in Tucson, Arizona, beheimateten Band und Burns' guter Laune bleibt auch für den Musiker selbst unergründbar: "Prinzipiell fühle ich mich als Sänger zwar mit diesen dunkleren, melancholischen Themen und den Moll-Akkorden einfach wohler; dennoch ist mir selbst nicht ganz klar, warum unsere Musik bisher fast immer in diese Richtung gegangen ist."

  Eindeutiger


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