Schwarz-Grün, wozu?

Vorwort | ARMIN THURNHER | aus FALTER 07/03 vom 12.02.2003

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT. Taktik haben wir genug genossen, jetzt möchten wir endlich ernste politische Taten sehen!  i

In der weitgehend ironiefreien österreichischen Öffentlichkeit gibt es schon Stoff für empörte Reaktionen, wenn Peter Pilz in sein öffentliches Tagebuch schreibt, ein "Bubentraum gehe in Erfüllung", weil er mit Andreas Khol und Ernst Strasser verhandeln dürfe. Die Wiener Landesgruppe nimmt das gewiss für bare Münze. Pilz, der Bube! Bleibt nicht einmal in der ernstesten Situation ernst, in der sich seine Partei seit langem befindet.

  Ernst ist die Lage nicht, weil der Untergang der Partei per Umschlingung durch Wolfgang Schüssel droht, und schon gar nicht, weil die Wiener Basis bereits einen Tag nach Aufnahme der Verhandlungen öffentlich um deren Abbruch ersucht. Ernst ist die Lage deshalb, weil sich nach Jahren des mehr oder weniger folgenlosen öffentlichen Herumredens den Grünen tatsächlich die Möglichkeit bietet mitzuregieren, das heißt an die - wie


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