Divided We Stand

Politik | VERENA RINGLER / WASHINGTON | aus FALTER 07/03 vom 12.02.2003

IRAKKRISE. Wie denken eigentlich Amerikaner über den Irakkrieg? Welche Rolle spielen amerikanische Medien? Was soll nach einem Feldzug geschehen? Und warum zweifeln diesmal ausgerechnet die Patrioten "aus Liebe zu Amerika" am "Unternehmen Bagdad"? 

Die Fassade der Einigkeit steht aufrecht. Sie steht in der Regierung Bush, deren Mitglieder seit Wochen mit einer Stimme sprechen. So wie es jedes nationale Großprojekt verlangt. Die Kluft zwischen "Falken" und "Tauben" scheint überbrückt. Der mögliche Ausscherer, Außenminister Colin Powell, wurde ins Falkennest beordert, und der Regierung entschlüpft nichts als die Wiederholung der gleichen, sich nicht mehr verdichtenden Argumente für einen Krieg gegen den Irak. Die Fassade der Harmonie steht plötzlich wieder zwischen Regierung und der Central Intelligence Agency (CIA), wenn Powell während seiner Multimediashow zum Betrug von Bagdad im UNO-Sicherheitsrat vom CIA-Direktor George Tenet flankiert wird. Die Fassade der Entschlossenheit


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige