Zupfen und Blubbern

Kultur | ROBERT ROTIFER | aus FALTER 07/03 vom 12.02.2003

LONDON SOUNDFILES. Nach einer Runde Knöpfchendrehen wollen Echoboy und Erlend Oye wieder zu ihren Gitarren greifen. Teenage Fanclub haben sie nie losgelassen. 

Die Marketingabteilung hatte eine Idee: Ein blau-weiß-rotes Mod-Target, davor die Silhouette eines Glockenhosen tragenden Männchens mit geschulterter Gitarre und der von einer Fußballhymne abgeleitete Slogan "Music's coming home". Mit diesem Konvolut nationaler Klischees versucht der deutsche Ableger des Sony-Konzerns seit ein paar Monaten die marginale Fraktion unheilbar gitarrenverliebter britischer Bands kollektiv zu bewerben. Neben Paul Weller (England) und den Manic Street Preachers (Wales) fallen auch Teenage Fanclub (Schottland) in diese Kategorie, aber natürlich wusste die Band bis zu unserem Interview nichts davon - umso größer ihre Belustigung: "Das sind wir", gluckste Gerry Love. "Endlich was, mit dem wir uns identifizieren können", spöttelte Raymond McGinley. Und Norman Blake rieb sich nur die Augen.

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