Wehmut mit Klamauk

Kultur | CARSTEN FASTNER | aus FALTER 07/03 vom 12.02.2003

ROARING TWENTIES. Mit seinem neuen Zwanzigerjahre-Programm spielt das Salonorchester Alhambra sogar Max Raabe aus. 

Hollywood versucht gerade, den Erfolg des Twenties-Musicals "Chicago" auf der Leinwand zu wiederholen, eine südoberösterreichische Brauerei wirbt mit einer Dame in Bubilook; seinen Vorjahreshit "Princess Crocodile" baute FM Einheit um einen prägnanten Charleston-Sample, und mit Sebastian Brauneis hat Wien sogar einen eigenen Charleston-DJ.

  Charme und Reiz genug hat sie offensichtlich, die politisch zwar ambivalente, kulturell jedoch äußerst kreative und produktive Zwischenkriegszeit, um auch heute noch wahrgenommen zu werden. Für Roman Gottwald und elf weitere hochkarätige Wiener Musiker sogar genug, um sich mit ihrem Salonorchester Alhambra ausschließlich der Tanz- und Unterhaltungsmusik der Roaring Twenties anzunehmen. Beziehungsweise der Goldenen Zwanziger, denn es ist vor allem deren deutsch-österreichische Variante, die es den Alhambras angetan hat.

  "Bis


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige