In den indischen Alpen

Kultur | MICHAEL LOEBENSTEIN | aus FALTER 07/03 vom 12.02.2003

FILM. Der Thaiwestern "Tears of the Black Tiger" und eine Retrospektive indischer "Bollywood"-Filme gewähren Einblicke in ein hierzulande eher unbekanntes Weltkino. 

Gerade das populäre asiatische Kino erfreut sich in Fan- und Kritikerzirkeln (die sich dann gerne als Entdecker eines "wahrhaftigen Kinos" zelebrieren) seit Jahrzehnten steigender Beliebtheit. Ein Trend, der seine Licht- und Schattenseiten hat: Zum einen erlaubt es das gesteigerte öffentliche Interesse an unbekannten Kinoländern engagierten Verleihern, "schwierigen" Filmen auch hierzulande einen gesicherten Kinostart zu ermöglichen; zum anderen entsteht leicht ein selektives, erst recht von geschmäcklerischer Exotik und trendiger Selbstverkultung geprägtes Bild.

  Ein Paradebeispiel für einen Film, der bewusst mit beiden Aspekten kokettiert, ist der thailändische Festivalerfolg "Tears of the Black Tiger" ("Fah talai jone"). Egal, von welcher Seite man ihn betrachtet, der Film brüllt "Postmoderne": Ein thailändisches


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