Furor des Fleisches

Kultur | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 07/03 vom 12.02.2003

LITERATUR. Drei amerikanische Romanciers unterschiedlicher Generationen bewegen sich auf klassischem Terrain: Es geht um Liebe, Verrat und Tod. 

Versuch dir immer vorzustellen, wie du dich fühlen wirst, nachdem du jemand gebumst hast, bevor du jemand bumst. Comprendes?" Mit diesem aufgesetzt kumpelhaften Ratschlag versucht Boatwright McKendall seinem Sohn Buck etwas mit auf den Lebensweg zu geben. An einem Morgen des Jahres 1961 gehen die beiden gemeinsam auf Entenjagd; es sollte das letzte Treffen bleiben, obwohl Boatwright danach noch dreißig Jahre leben wird. Nachdem sie alle gestorben sind - der Vater und der Mann, wegen dem er seine Familie verlassen hat; die Mutter und ihr neuer Geliebter, ein Schwarzer, der als Gärtner ausgegeben wird -, erinnert sich Buck an diesen Morgen, an die körperlich manifeste Nähe zu seinem Vater ("ich konnte sogar seine Haare wittern, die warm und schimmlig rochen"), an das Leben, das mittlerweile verstrichen ist.

  Die insgesamt zehn sehr unterschiedlich


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