TIER DER WOCHE: Blumen

Stadtleben | PETER IWANIEWICZ | aus FALTER 07/03 vom 12.02.2003

Valentinstag gehört zur Gruppe der traditionellzwanghaften Termine des Jahres, derer sich ein sozial integrierter Mensch kaum mit Stil erwehren kann. Dieser Tag ist genauso überflüssig wie der Tag des Butterbrotes (20. September) und gleichermaßen schwer verweigerbar wie Weihnachten. Marketingexperten würden gerne die Einführung des Tages für sich reklamieren und rätseln noch immer daran, wie man einen solchen Event auch für andere Produktgruppen initiieren könnte. Die Gründe für diesen Blumenkauftag liegen im Dunkeln: Der römische Kaiser Claudius ließ angeblich am 14. Februar 269 einen Mönch namens Valentin hinrichten, weil er Trauungen nach christlichem Ritus durchgeführt hatte. Valentin wurde heilig gesprochen und zum Schutzpatron der Bienenzüchter und Helfer gegen Ohnmacht ernannt. Wieso man deswegen an seinem Todestag ausgerechnet Blumen verschenken soll, kann man mit intuitiver Logik allein nicht ergründen. Egal, für die 4500 österreichischen Blumenhändler ist


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige