Mut zur Wahrheit

RAIMUND LÖW | Vorwort | aus FALTER 08/03 vom 19.02.2003

AUSLAND. Die USA sehen ihre Verbündeten von gestern als untreue Vasallen, weil die es wagen, eine eigene Meinung zu haben. 

"Die heutige Botschaft kommt aus einem alten Land, Frankreich, und aus einem Kontinent, Europa, der Krieg, Besatzung und Barbarei erlebt hat", schließt Frankreichs Außenminister Dominique de Villepin vergangene Woche im UNO-Sicherheitsrat seine Antikriegsrede in Richtung des sichtlich unangenehm berührten amerikanischen Außenministers Colin Powell. "Es ist ein Land, das nicht vergisst und genau weiß, was es den Kämpfern für die Freiheit aus Amerika und anderswo verdankt. Das aber trotzdem niemals aufgehört hat, im aufrechten Gang vor die Geschichte und die Menschheit zu treten." Unvermutet gibt es Szenenapplaus von UNO-Diplomaten aus aller Herren Länder für "Old Europe pur", verkörpert im aristokratischen Abgesandten Jacques Chiracs. Mit Deutschland im Rücken und Russland an der Seite ist Frankreich dem stürmischen Drängen der Supermacht Amerika zum

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