HERO DER WOCHE: Der Demonstrant

Politik | aus FALTER 08/03 vom 19.02.2003

In Österreich gehört er seit Angelobung der schwarz-blauen Regierung irgendwie schon zum Stadtbild. Dafür musste er sich anfangs auch einiges anhören. "Berufsmarschierer" nannten ihn die Spötter, "geh hackeln und net spazieren!" riefen sie ihm nach. Seit Samstag mag ihn aber sogar die Kronen Zeitung. Mehr als zehn Millionen Menschen gingen weltweit auf die Straße, um gegen den drohenden Irak-Krieg zu demonstrieren. In verschiedenen US-Staaten, in Australien, Tokio, Madrid und etwa dreihundert weiteren Städten rund um den Globus marschierten die Kriegsgegner für eine friedliche Lösung des Konflikts. Sogar in Wien waren es 30.000 Leute. Zugegeben, Rom und London haben uns mit je einer Million Demo-Teilnehmern haushoch geschlagen. Aber dafür, dass die Österreicher nicht so gerne in der Kälte stehen, kein schlechtes Resultat.


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