Elefant im Porzellanladen

Politik | GÜNTER BISCHOF | aus FALTER 08/03 vom 19.02.2003

KOMMENTAR. Wie europäische und amerikanische Politiker Vorurteile schüren und dabei die transatlantischen Beziehungen in eine Krise stürzen. 

Die Beziehungen zwischen USA und Europa sind seit dem Zweiten Weltkrieg an einem Tiefpunkt angelangt. Emotionen siegen über die Vernunft. 45 Jahre lang waren die USA und Westeuropa durch den Kalten Krieg zusammengeschweißt. Die Beziehungen waren immer wieder angespannt - man erinnere sich an De Gaulles Versuche, den amerikanischen Führungsanspruch in Europa infrage zu stellen, an den Vietnamkrieg in den Sechzigern und an die Stationierung von Mittelstreckenraketen in den frühen Achzigern. Die Europäer dachten, dass Washington nach militärischen Lösungen suche, wo diplomatische Bemühungen eher angebracht gewesen wären. Die USA wiederum machten sich über einen "Euro-Pazifismus" lustig, der auf globale Bedrohungen militärisch nicht vorbereitet sei.

  Die zwei großen Kriege dieses Jahrhunderts führten zum Zerfall europäischer Herrschaftshäuser


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige