Feind im eigenen Bett

Politik | NINA HORACZEK | aus FALTER 08/03 vom 19.02.2003

WIRTSCHAFT. Während Wirtschaftsminister Martin Bartenstein für das GATS wirbt, wächst der Widerstand dagegen sogar in seinen eigenen Reihen. 

Von Engerwitzdorf hätte man so etwas nicht erwartet. Aber alleine der Gedanke an eine mögliche Liberalisierung der Wasserversorgung versetzt die 7500-Seelen-Gemeinde samt Jagdhornbläserverein, Lederhosenclub und der Vereinigung der Goldhauben- und Kopftuchträgerinnen in Aufruhr. "Ich habe schon vor einigen Jahren einen Vortrag der Wirtschaftskammer zur Privatisierung der Wasserver- und -entsorgung besucht. Das war eine echte Schocktherapie", sagt Bürgermeister Johann Schimböck. Seitdem sei klar: Die Versorgung mit Wasser darf nicht vom Grundrecht zur Ware degradiert werden. "Wir haben hier echt hochwertiges Wasser, das regelmäßig überprüft wird", erzählt der Bürgermeister. Die Ergebnisse dieser Überprüfungen liegen im Gemeindeamt auf und jeder Bewohner kann sich von der Qualität des Wassers überzeugen. Und wenn etwas nicht passt,


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