Speed kills

Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 08/03 vom 19.02.2003

KABARETT. Ein "Herr Karl" von heute: Das neue Solo von Thomas Maurer ist ein tragikomischer Abgesang auf die FPÖ-Buberlpartie. 

Der 24. November vergangenen Jahres war für linke Wiener Musikfreunde ein Freudentag: Bei der Nationalratswahl wurde der Untergang der FPÖ besiegelt, und im Simmeringer Gasometer ließ es "Modfather" Paul Weller krachen. Was die Weller-Fans nicht wussten: Mitten unter ihnen befand sich damals auch Föderalismus-Staatssekretär Helmut Karl. Für den jungen FPÖ-Politiker bedeutete der 24. November allerdings das Ende einer steilen Karriere. Spätestens nach dem Wahldebakel war klar: The party is over, in jedem Sinn des Wortes.

  Helmut Karl, der Prototyp des in der blauen "Buberlpartie" groß gewordenen Politikers, ist der tragikomische Held von Thomas Maurers neuntem Soloprogramm "Die neue Selbstständigkeit". Die Bühne ist ein Sauhaufen; zwischen Umzugskisten verstreut liegen die Reste eines rauschenden Festes, und auch der Gastgeber hat bestimmt schon einmal


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