SPIELPLAN

Kultur | KARIN CERNY | aus FALTER 08/03 vom 19.02.2003

Die Herausforderung des Kinder- und Jugendtheaters ist es, existenzielle Fragen zu stellen, ohne dabei in Langatmigkeit oder Langeweile zu verfallen. In "Ritchy 3", zu sehen im Renaissancetheater, geht es um das große Schlachtfeld Pubertät anhand von Shakespeares Paradebösewicht Richard III. War Richard schon als kleiner Junge "böse", oder stellt er sich nur gegen eine Welt, die ihm keine Chance gibt? Der talentierte 26-jährige Autor Volker Schmidt erzählt die Geschichte eines sensiblen Außenseiters mit Buckel, der sich zum ersten Mal verliebt (Simon Jaritz als Ritchy ist herzerweichend). Leider verguckt sich das Mädchen seiner Wahl ausgerechnet in seinen Bruder Edward (Volker Schmidt, der auch als Schauspieler eine gute Figur macht). Regisseurin Tina Lanik zeigt, dass Komik für Kinder nicht unsubtil sein muss, und inszeniert einen Abend, der ebenso überzeugend naiv und verspielt ist, wie er Ernst macht. Die Kleinen werden es schwer haben mit dem Blick auf die Bühne - man muss


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