Sportautos im Schnee

Kultur | NICOLE SCHEYERER | aus FALTER 08/03 vom 19.02.2003

KUNST. Die sportive Moderne hält Einzug ins Leopold Museum: allerdings nicht mit österreichischer, sondern mit polnischer Kunst der Zwischenkriegszeit. 

Die Ausstellung "Der neue Staat. Polnische Kunst von 1918 bis 1939" hält viele Überraschungen bereit. In der dort präsentierten Fülle von tollen polnischen Gemälden, Plastiken, Fotocollagen und Filmen geht eine surrealistische, an Märchenillustrationen erinnernde Zeichnung leicht unter. Wer den Titel "Zeichnung nach der ersten Dosis Meskalin" liest, schaut aber garantiert noch einmal hin. Der mit Drogen experimentierende Warschauer Stanislaw Ignacy Witkiewicz kommt in den eigenen Werken immer wieder vor: mit grimmigem Gesichtsausdruck in dem expressionistischen Gemälde "Die letzte Zigarette des Verurteilten" (1924); in einer Fotoserie, in der er den Proletarier, den Gauner oder den Pfaffen mimt; und in der Aufnahme "Multiples Porträt" von 1917, in dem der als Soldat verkleidete Künstler - dank zweier Spiegel - mit vier Doppelgängern


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