StadtMensch

Stadtleben | aus FALTER 08/03 vom 19.02.2003

Bei Maria Vorderderfler, 20, und Shadow, 2, sind selbst die professionellen Hunde-Umschmuser, die allenthalben in Wien unterwegs sind, ein wenig verwirrt. Erst nach einer Sekunde der Ratlosigkeit setzt das animalische Säuseln ein: "Lieb, brav, nett, putzig. So ein schönes Hunderl!" Vorderderfler, seit ihrer Kindheit an einer heimtückischen Augenkrankheit leidend, ist nämlich seit geraumer Zeit mit Shadow unterwegs, dem ersten Königspudel Österreichs, der auch Blindenführhund ist. "Einmal", erinnert sich Vorderderfler, die derzeit in Ausbildung zur EDV-Fachfrau ist, "hat eine ältere Frau voller Mitleid gemeint: Mei, der Hund ist blind! Das war nett." Schäfer und Labradore waren bislang als Blindenführer im Einsatz. Doch auch der in jeder Hinsicht königliche Königspudel bringt massenhaft Vorteile mit sich: Flauschig wie ein Teddybär, gescheit und anschmiegsam, den besten Weg findet er wie selbstverständlich. Einzig in einem Punkt herrscht noch ein wenig Unaufmerksamkeit bei der Führtätigkeit: "Shadow schaut gern Damen und Herren hinterher. Hauptsache Vierbeiner." Wo. P.


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