Hallo, Kulturstaat!

Vorwort | GERALD MATT | aus FALTER 09/03 vom 26.02.2003

KOMMENTAR. Ist da jemand? Im öffentlichen Dauergewäsch der Pokerpolitik spielt die Kultur offenbar keine Rolle. 

Koalitionspoker, Koalitionspoker und nochmals Koalitionspoker: Die Dauerpräsenz dieser öden Politmetapher erinnert das Medienpublikum tagtäglich daran, dass bei Regierungsbildungen in Österreich Taktiererei vor Staatsräson steht. Und dass die Regierung mehr als ein halbes Jahr gebraucht hat, um am Schluss hämisch zu verkünden: Ätsch, wir machen einfach weiter, als ob es Knittelfeld nie gegeben hätte. Das ist eine gute Zeit, darauf hinzuweisen, dass die nächste Regierung nicht nur mit Abfangjägern, Frühpensionsregelungen und einstürzenden Kernkraftwerken beschäftigt sein wird. Sie wird auch eine kulturpolitische Agenda zu absolvieren und dabei um einiges mehr zu tun haben, als nur die Wände des Bundeskanzleramtes mit neuen Mikl- oder Attersee-Gemälden für Foto-Opportunities auszukleiden.

Bei allem Verständnis für die Anstrengungen zu einer Budgetsanierung


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