Der ganz stabile Wahnsinn

Politik | NINA HORACZEK, FLORIAN KLENK, EVA WEISSENBERGER und NINA WEISSENSTEINER | aus FALTER 09/03 vom 26.02.2003

SCHWARZ-BLAU II. Zoff am ersten Tag. Harte Kost für Arbeitslose und Asylwerber. Klagsdrohungen gegen Medien. Nebenbei muss der FPÖ-Chef wieder einmal gegen seine eigenen Parteifreunde ankämpfen. Der Kanzler aber lächelt. Was droht dem Land diesmal? 

Es war ein guter Start. Nach fünf Stunden Verhandeln mit der ÖVP wandte sich Herbert Haupt am Montag mit folgender Botschaft an die Öffentlichkeit: "Wir lassen uns nicht gefallen, dass uns die Medien ins Licht der Unberechenbarkeit rücken!" Seine Partei würde "für eine Beschäftigungstherapie einiger Journalisten nicht zur Verfügung stehen". Medienleute wie Parteifreunde sollten sich daher künftig hüten, "am Verhandlungsprozess Beteiligte anzugreifen". Denn, so der FPÖ-Chef: "Wichtige Positionen in den Medien werden geklagt." Er sei kein Streithansel, versicherte der Sozialminister: "Aber wenn die Medien uns in der Berichterstattung verzerrt darstellen, werden wir den Rechtsstaat einschalten."

  Nach sechs Monaten, in denen die


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