Widerstand? Intellektuelle Schiene statt Straße

Politik | EVA WEISSENBERGER | aus FALTER 09/03 vom 26.02.2003

Die Spinnen und Mäuse müssen sich nicht fürchten. Die Regierung wird sie nicht aufschrecken. Anders als vor drei Jahren, als sich Schüssel mit seinen Leuten zur Sicherheit durch unterirdische Geheimgänge vom Bundeskanzleramt zur Angelobung in die Hofburg schlich, wird er heuer die paar Meter über den Ballhausplatz schreiten.

  Von der Weite werden die Minister wohl ein paar Demonstranten skandieren hören, so nah wie am 4. Februar 2000 wird die Polizei die Regierungsgegner aber nicht mehr ans Bundeskanzleramt heranlassen. Kurt Wendt plant gemeinsam mit dem Aktionskomitee gegen Schwarz-Blau eine Kundgebung für eine neue Angelobung der alten Regierung. Der Kommunist und Demo-Veteran rechnet aber nicht mit 15.000 Menschen wie vor drei Jahren, sondern mit höchstens 2000 bis 3000. "Damals waren wir verzweifelt, aber dynamisch", sagt Wendt, "diese Wut gibt es nicht mehr. Die FPÖ hat ihr gefährliches Gesicht verloren, sie wirkt heute eher hilflos. Das Problem heißt jetzt Schüssel."


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