Augen zu und durch!

Politik | WOLFGANG SPORRER | aus FALTER 09/03 vom 26.02.2003

IRAKKRISE. Natürlich ist ein Krieg abzulehnen - dennoch muss Europa in der Irakkrise geeint an der Seite der USA stehen. Ein Plädoyer für mehr Realismus in der europäischen Außenpolitik. 

Natürlich ist ein Krieg gegen den Irak zum jetzigen Zeitpunkt abzulehnen. Die tatsächlichen Motive, die die Vereinigten Staaten dazu bewegen, auf einen möglichst schnellen Kriegsbeginn zu drängen, sind offensichtlich unehrenhaft. Sie weichen von der offiziellen Begründung der "Bedrohung durch Massenvernichtungswaffen" weit ab. Konrad Paul Liessmann hat diese Motive und deren mögliche Konsequenzen im Standard treffend beschrieben. Ebenso sind die Methoden höchst zweifelhaft, mit denen die USA derzeit international agieren. Angefangen vom öffentlichen Bedienen alter Vorurteile ("old Europe") bis hin zu einer glasklar formulierten Absage an das jahrzehntelang hochgehaltene und zu Recht gepriesene Konzept des Multilateralismus ("the course of this nation does not depend on others").

  Dennoch


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